BuPP

Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen

 
 

Im Spiel „Minecraft“ (http://bupp.at/de/spiele/minecraft) können aus einzelnen Blöcken Gebäude oder andere Konstruktionen gebaut werden. Dieses Spiel erinnert an LEGO, weshalb die Verknüpfung zum realen LEGO nahe liegt und in einem medienpädagogischen Konzept verbunden werden kann indem man Kindern zuerst ein Bauwerk mit LEGO-Steinen errichten lässt und dieses dann maßstabsgetreu in Minecraft umsetzt – oder umgekehrt. Ebenso könnten parallel zu den LEGO-Steinen Zeichenutensilien (Papier, Unterlage, Lineal, Bleistift, etc.) angeboten werden, um 2D-Pläne in der 3D-Welt von Minecraft umzusetzen.

Minecraft ist also kein klassisches „Lernspiel“ sondern ein „normales“, von der BuPP empfohlenes Spiel, bei dem vielfältige Fähigkeiten (wie z.B. Raumvorstellung, Vorstellungsvermögen, Kreativität,…) der Kinder gefördert werden, ganz im Sinne von Spielen, die Spaß machen und bei denen man ganz nebenbei etwas lernt.  In Verbindung mit etwas „Angreifbarem“, wie z.B. Lego, wollen wir PädagogInnen eine der unzähligen Möglichkeiten aufzeigen, wie man digitale Spiele interessant und mit „Mehrwert“ in die pädagogische Arbeit mit Kindern einbauen kann. Kindern wird die Möglichkeit geboten, sich, geleitet durch eine überbrückende Aufgabe, zwischen zwei Erfahrungsräumen hin und her zu bewegen.


Die BuPP wurde 2005 als "Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen" gegründet und hat zum Ziel, besonders gute Spiele für Computer und Konsolen aus der Fülle des Marktes hervorzuheben, um Eltern und PädagogInnen eine Orientierungshilfe beim Kauf zu bieten. Seit Gründung der BuPP haben sich sowohl der Spielemarkt, als auch die Bedürfnisse der Eltern erweitert, woraufhin die BuPP ihr Angebot 2013 ausgeweitet hat und nun auch Spiele für Handys, Smartphones und Tablets begutachtet. Das breite Angebot an Online-Spielen wird auch berücksichtigt.

Um dem Bedürfnis der Eltern Rechnung zu tragen, seriöse Informationen zu einem bestimmten Spiel, das sich zum Beispiel das Kind wünscht, zu finden, erweiterte die BuPP ihr Informationsangebot auch in diesem Bereich. Über reine Spielempfehlungen hinausgehend wird nun zusätzlich Information zu möglichst vielen Spielen am Markt angeboten, wodurch Eltern eine noch breitere Grundlage zur Bewertung und Auswahl von digitalen Spielen erhalten.

Neben der Auskunft zu konkreten Spieletiteln bietet die BuPP sowohl online als auch in Form von Workshops und Vorträgen Informationen rund um das Thema "Chancen und Risiken von digitalen Spielen" an. Mit diesem Wissen erlernen Eltern, PädagogInnen oder auch Jugendliche einen bewussten und reflektierten Umgang mit dem Medium und können langfristig Gefahren und Potenziale selber besser einschätzen. Die eigene Medienkompetenz wird also trainiert. Neben den theoretischen Inputs, die es auch online zum Nachlesen gibt, werden in den Workshops auch praktische Übungen zum selber Ausprobieren und Erfahrung sammeln angeboten und Fragen, die schon immer auf der Zunge brannten, beantwortet.

Die "F.R.O.G - Future and Reality of Gaming" im Rahmen der jährlich stattfindenden "Game City" im Wiener Rathaus ist die größte wissenschaftliche Veranstaltung der BuPP. Dort treffen sich Expertinnen und Experten sowie Interessierte aus der ganzen Welt und tauschen die neuesten Erkenntnisse im Bereich "Gaming" aus.