Emotionales und Soziales Lernen - die Zukunft?

Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden.
— René Descartes

Die digitale Revolution erfasst mittlerweile zentral den Bildungsbereich. Es reicht nicht mehr, dem klassischen akademischen Lernideal nachzueifern bzw seinen Ansprüchen zu genügen. Zusammenarbeit, Kommunikation und vorallem Problemlösung sind die Kompetenzen, die künftig von Bildungsabgängern für ein erfolgreiches Beruflseben erwartet werden, Um diese Kompetenzen zu erwerben, helfen Technologien mittels ihrer sozialen und emotionalen Lernmethode. (Englisch: Social and emotional Learning, SEL)

Im Rahmen seiner Studie, die sich mit den neuen Visionen des Lernens vor dem Hintergrund der digitalen Revolution auseinandersetzt, hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) 16 Fähigkeiten bestimmt, die ein Student des 21. Jahrhundert "besitzen" muss, um beruflich erfolgreich zu sein.

 

New Vision for Education: Fostering Social and Emotional Lerning through technology, World Economc Forum with Boston Consulting Group

New Vision for Education: Fostering Social and Emotional Lerning through technology, World Economc Forum with Boston Consulting Group

65% der Schulanfänger werden in Jobs arbeiten, die es noch nicht gibt

Die Innovationszyklen lösen sich immer schneller ab und wachsen rasanter. Das WEF geht davon aus, dass 65% der Schulanfänger einen Job haben werden, den es heute als Berufsbild noch gar nicht gibt.  Dabei werden die sozialen und emotionalen Fähgkeiten eine zentrale Rolle spielen. Diese wirken sich nicht nur in der Bewältigung des Jobs aus sondern generell im Umgang mit der Wirtschaft und in der Gesellschaft.

Dabei ist es wichtig, mit der Vermittlung des SEL so früh wie möglich anzufangen. Und: die Vermittlung findet nicht nur ausschliesslich in der schulischen Umgebung statt. Es geht zu Hause weiter. Genau hier setzt der Gaming Effekt ein. Diese Fähigkeiten werden unabhängig vom Umfeld spielerisch erlernt. "EDUTech" - also die Lerntechnologie, die auf den neuesten digitalen Erkenntnissen basiert - ist dabei der Dreh und Angelpunkt.

Neue Lernwelten

Die neuen Technologien bieten hierfür allen Beteiligten (Lehrern, Eltern, Ganztagesbetreuerin) alle Möglichkeiten, herkömmliche Lernmethoden hintanzustellen und neue Wege zu bestreiten. Gerade der richtige Mix ziwschen der virtuellen und realen Welt ermöglich eine Form von zwischenmenschlicher Interaktion, die bis vor kurzem noch nicht denkbar war. SEL ist bzw. wird ein zentraler Punkt in der Ausbildung junger Menschen in der Zukunft sein.

Politische Überzeugungsarbeit

Obwohl die USA in diesem Bereich (noch) die Vorreiterrolle innehat, ist es dennoch für die Beteiligten schwer, politisch die Wichtigkeit des SEL und die damit verbundene EDUTechnology durchzubringen. Trotz der erkannten Notwendigkeit von "Games" in der Ausbildung, ist der Umgang mit diesem neuen Lernzugang noch sehr holprig. Zwar werden neue Technologien zur verbesserten Anwendung von klassischen Lernidealen angenommen - den Vorteil und Benefit der Verrmittlung von SEL ist nach wie vor in den Köpfen der Verantwortlichen nicht angekommen.

In Österreich nimmt die Nachfrage  "Social skills" im Studium deutlich zu. Eines der interessantesten Beispiele ist hierfür das Medizinstudium.
Daher ist es wichtig, dass sämtlliche Stakeholder im Ausbildungsbereich die Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit von SEL richten, um den Kindern die besten Ausbildungs- und Berufschancen zu gewährleisten. (nh)